Arrack – eine asiatische Spezialität

Was passiert, wenn man Palmwein, Reis und mehr als zwei Jahrtausende Geschichte mischt? Es entsteht Arrack. Der Exot unter den Spirituosen ist im zentraleuropäischen Raum kaum bekannt, geschweige denn in den hiesigen Bars anzutreffen. Dabei ist es ein Elixier von außergewöhnlicher Historie und unvergleichbarem Geschmack. Sowohl den Ceylon Arrack als prominentester Vertreter und den Batavia Arrack als europäisch-asiatische Kooperation, finden Sie hier bei uns im Shop.

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Definieren ist gar nicht so einfach

Was ist Arrack? Ist es Rum? Ist es (Reis)Branntwein? Die Antwort wäre ja und nein zugleich. Arrack ist eben Arrack, den man aber nicht mit dem nordafrikanischen Anis-Schnaps Arak verwechseln darf. Zugegebenermaßen scheint es ein wenig kompliziert, wo sich der Arrack einordnen lässt. In der Europäischen Spirituosenverordnung kommt er gar nicht vor. Aber definieren lässt er sich schon, wenn auch auf zweierlei Weise. Der Ceylon Arrack, wie es der Name vermuten lässt, stammt aus Ceylon, dem ehemaligen Sri Lanka und wird aus dem Blütensaft der Kokospalme hergestellt. Im Unterschied dazu wird der Batavia Arrack aus Indonesien mit Palmenwein (ob Zucker-, Kokos- oder auch Dattelpalme) oder Melasse aus Zuckerrohr und Reis destilliert. Palmenwein als alkoholisches Getränk ist im südasiatischen Raum schon seit Jahrtausenden beliebt. Auch ein Destillat aus eben jenem Wein soll es bereits zwei Jahrtausende vor Beginn unserer Zeitrechnung gegeben haben. Dies macht Arrack wohl zu einer der ältesten und noch immer existierenden Spirituosen der ganzen Welt.

Den Niederländern sei Dank

Die Seefahrer, die Handelsschifffahrt und die Kolonialisten ihrer Zeit trugen maßgeblich dazu bei, dass Arrack auch in Europa Fuß fassen konnte, wenn nur bedingt und im 17. und 18. Jahrhundert nicht in allen sozialen Schichten. Wie auch, war doch der Import der Spirituose aufwändig und kostspielig und die halbe Weltreise des Destillats musste man sich erst einmal leisten können. Maßgeblich trug die Niederländische Ost-Indien-Kompanie zur Verbreitung von Arrack auf dem europäischen Festland bei. Von ihrem Sitz in Jakarta, der heutigen Hauptstadt Indonesiens, aus verschifften die Niederländer Kaffee, Zuckerrohr, Gewürze und weitere exotische Güter aus Fernost über die großen Teiche nach Europa. Fässer mit Arrack waren ebenfalls dabei. Die Exil-Europäer in Indonesien selbst mochten den eigenwilligen Geschmack der Spirituose wohl weniger und vermissten zeitgleich ihre europäischen Alkoholika. Um dem Heimweh entgegenzuwirken mischten Sie Arrack mit Wasser oder Tee, Zitrusfrüchten und Zucker und kreierten so ihren eigenen Cocktail, bzw. Punsch.

Ein Tasting der besonderen Art

Der Ceylon Arrack wird heute vorwiegend in der Rockland Distillery hergestellt. Das Familienunternehmen gibt es seit 1924 und begeistert bereits in vierter Generation. Der Ceylon Arrack ist hierbei das Aushängeschild, wenngleich nicht das einzige hochwertige Produkt aus der Destillerie. Wer den Arrack pur trinken möchte, den erwartet ein mittelschwerer Körper mit fruchtigen Noten und einem Hauch von Kokosnuss. Auch als Cocktail-Zutat weiß der Kokosblütenschnaps zu überzeugen. Etwas komplexer hingegen ist der Batavia Arrack von By the Dutch. Die Indonesisch-Niederländische Spezialität schmeichelt dem Gaumen mit Nuancen von Schokolade und Kokos, etwas Rauch und einer Spur Anis und im Hintergrund eine Handvoll Früchte. Noch intensiver schmeckt der asiatische Europäer, wenn man sich dessen Entstehung bewusst wird. Nach der Destillation auf der indonesischen Insel Java verbringt er bis zu acht Jahre (!!!) im Eichenfass, bevor er in den Niederlanden geblendet und abgefüllt wird. Mit 48 Volumenprozent Alkohol ist er nicht gerade leicht, es geht aber noch kräftiger: Der Batavia Arrack PX Sherry Cask Finished weißt stolze 59,5 Volumenprozent auf und ist wahrlich etwas für den bewussten Genießer.

Arrack