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Lagavulin

Lagavulin

Die Lagavulin Destillerie gilt in Fachkreisen als eine der Wegbereiterinnen für den durschlagenden Erfolg des torfrauch-geschwängerten Whiskys. Gegenwärtig gehört die einstige Schwarzbrennerei zu den beliebtesten Islay-Whiskys weltweit. Voller kraftvoller Eleganz und schwergewichtiger Anmut genießt man einen Laga – wie Fans ihn nennen - mittlerweile überall auf der Welt.
 

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Feinster schottischer Whisky von Lagavulin

Whisky ist längst zum Statussymbol geworden. Echten Kennern der hochprozentigen Köstlichkeit fällt die Wahl zwischen langsam gereiften, hochwertigen Whiskys und den Angeboten aus dem Supermarkt nicht schwer. Aber auch für Anfänger in puncto Whisky kann sich der Griff zu höherwertigen Erzeugnissen lohnen – insbesondere, wenn diese aus Schottland kommen.

Lagavulin - ein typischer „Islay-Whisky“

Von Whiskykennern wird der 16-jährige Lagavulin Whisky als typischer Islay-Whisky beschrieben: Sehr stark, torfig, rauchig und mit einem sehr langen Abgang. Insofern ist der Bestseller der Brennerei Lagavulin besonders gut geeignet, um ihn nach einem ausgiebigen Mahl zu genießen. Im Allgemeinen ist die schottische Lagavulin Brennerei bekannt für ihre torfigen Whiskys. Die Konzentration auf heimische Zutaten und einen einfachen Produktionsweg macht für viele Liebhaber auch den Reiz der Lagavulin Whiskys aus.

Lagavulin – ein Stück schottische Geschichte

Lagavulin liegt auf der schottischen Hebrideninsel Islay und blickt auf eine ähnlich lange Geschichte zurück wie seine beiden Nachbarn Ardbeg und Laphroaig. Erster Lizenzinhaber war 1816 John Johnston. Damals war die Gegend noch eine Hochburg für Schwarzbrenner. Ein Jahr später erbaute Archibald Campbell ganz in der Nähe eine zweite Destillerie namens Ardmore, die aber schon vier Jahre später wieder schloss. John Johnston erwarb sie und betrieb sie bis 1835 gemeinsam mit Lagavulin.
Lagavulins langjährige und weiterhin bestehende Verbindung zum White Horse Blend begann bereits 1867, als James Logan Mackie & Company die Brennerei erwarben. Mackies Neffe Peter stieg 1878 in das Unternehmen ein und erbte nach dem Tod seines Onkels 1889 die Brennerei.

 

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Der rastlose Peter

Peter Mackie zeichnete sich durch seinen Enthusiasmus, seine Freude an Innovationen und seinen Perfektionismus aus – was ihm den Spitznamen „Restless Peter“ einbrachte. Peter Mackie wurde für seine Verdienste um den Whisky sogar zum Ritter erhoben.
Ein Jahr nach der Übernahme der Destillerie führte er White Horse auf dem Exportmarkt ein – auf dem heimischen Markt dagegen, war die Marke erst ab 1901 erhältlich. Lagavulin stellte eine wichtige Komponente des Blends und bis heute zeigt White Horse den Islay Einfluss deutlicher, als seine Konkurrenten.
Nach dem Tod Peter Mackies im Jahr 1924 wurde das Unternehmen in White Horse Distillers umbenannt. Seit 1927 gehört es zur Distillers Company.

Die Produktion

Seit DCL 1974 eine Großmälzerei in Port Ellen in Betrieb genommen hat, bezieht Lagavulin von dort das getorfte Malz. Durch die langsame Fermentierung über 55 bis 75 Stunden kann sich der torfige Charakter voll entfalten.
Die Brenenrei ist mit vier Destillen ausgestattet, von denen zwei dieselbe Birnenform haben wie jene, die in den frühen 60er Jahren von der Malt Mill Distillery hierher gebracht wurden. Bei der Fermentierung wie beim Brennen lässt man sich Zeit. Der erste Brennvorgang dauert rund fünf Stunden, der zweite fast doppelt so lang.
Gewöhnlich werden die Feinbrandblasen fast bis zur vollen Kapazität gefüllt, damit der Brand möglichst wenig Kupferkontakt bekommt. Das gibt dem Whisky seinen robusten Charakter.
Der fertige Brand wird zur Reifung auf das Festland transportiert. Dennoch lagern derzeit noch rund 16 000 Fässer auf Islay, in den Lagerhäusern von Lagavulin, Caol Ila und der früheren Port Ellen Distillery.
Außer den steinernen Lagerhäusern sind die unter Denkmalschutz stehenden Malzdarren das einzige, was von dieser Brennerei aus dem Jahre 1825 erhalten geblieben ist.

 

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That´s Lagavulin

Erfolgreich wurde die schottische Brennerei vor allem durch ihre kleine Produktpalette: Neben dem erfolgreichen „16 years old“ Islay-Whisky vertreibt die Traditionsbrennerei nur fünf weitere Produkte, unter anderem die Abfüllung  „12 years old, cask strength“ und die Distillers Edition „Pedro Ximénez Finished“. Über einen langen Zeitraum hinweg war nur die 16-jährige Abfüllung des Lagavulin Whisky erhältlich, erst vor wenigen Jahren nahm die Brennerei eine zweite regelmäßige Abfüllung in ihr Sortiment auf.

Was macht einen Laga nun wirklich aus? Neben dem Wasser der benachbarten Loch Sholum-Quelle, ihren Fässern und ihren dem Meer „ausgelieferten“ (Dunnage-) Warehouses, gibt es einen ausschlaggebenden Fakt, warum ein Laga wie ein Laga schmeckt.
Es ist die Zeit, die man sich beim Destillationsvorgang lässt. Dem Rohbrand gönnt man im ersten Destillationsvorgang schon einmal geschlagene 5 Stunden Zeit. Dem Feinbrand gewährt man gar über 9 Stunden zur Entfaltung. Dabei achtet man penibel darauf, die Temperatur nicht zu hoch werden zu lassen. Dadurch fließt ein großer Teil des Brandes wieder zurück in den Destillationskreislauf und wird dabei noch einmal zusätzlich gereinigt. Das belässt dem Whisky zwar seine rauchigen Noten extrahiert aber die schwefelige Schärfe vollständig.

Nebenbei

Warum gibt es seitens der unabhängigen Abfüller wie zum Beispiel von Signatory oder Gordon & MacPhail keine Lagavulin-Editionen? Es liegt nicht daran, dass sie es nicht versucht hätten, an die kostbaren Laga-Fässer ranzukommen; oh nein. Es liegt schlicht und ergreifend an der Tatsache, dass man bei Lagavulin wie eine Glucke auf ihren Eiern, tschuldigung, auf ihren Fässern hockt und sich partout weigert, eines rauszurücken. Gelingt es einem der Abfüller dennoch, eines der heißbegehrten Butts zu ergattern, darf er seine Abfüllung nicht als Lagavulin bezeichnen. Nur bei Lagavulin abgefüllte Malts dürfen auch Lagavulin heißen.

 

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