Ruinart

Ein Mönch, eine Handelsfamilie und eine neue Leidenschaft für prickelnden Schaumwein: Manchmal braucht es nicht viel, um ein Weltunternehmen aufzubauen. Lediglich sollte man zur rechten Zeit am rechten Ort sein und sein eigenes Schicksal in die Hände nehmen. Dann wird das schon. So wie beim renommierten Champagnerhaus Maison Ruinart, dem ältesten aller Champagnerproduzenten. Heute verlassen jährlich wohl um die 2,5 Millionen Flaschen Ruinart Champagner die Keller in Reims. Bei uns im Shop warten unter anderem der Klassiker Ruinart Champagner Brut ebenso wie der fruchtige Ruinart Rose Champagner. Ein Tost auf die Gesundheit!

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Ruinart Champagner Brut 12% vol. 0,75l

Preise inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Lebensmittelkennzeichnung

(82,53 € / 1 Liter)

61,90 €
Ruinart Rosé Champagner 12,5% vol. 0,75l

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Lebensmittelkennzeichnung

(122,53 € / 1 Liter)

91,90 €

Vom Tuchhändler zum Schaumwein-Guru

Alles nahm seinen Anfang mit dem Benediktermönch Dom Thierry Ruinart. Während seiner geistlichen Lehre nahe Paris kam er mehr und mehr mit der vorherrschenden Oberschicht in Kontakt und konnte feststellen, dass eine wachsende Begeisterung für Champagner in diesen Kreisen vorherrschte. Er beschloss, ebenfalls auf dieses vielversprechende Pferd zu setzen und etablierte parallel zum bestehenden Familienbusiness im Tuchhandel einen Wein- und Champagnerhandel. Sein Neffe Nicolas war ebenfalls involviert und sollte später der Gründer des Ruinart Champagnerhauses werden.
Die Benediktermönche seinerzeit verstanden sich bestens in der Schaumweinproduktion. Zeitweise war Dom Thierry Ruinart im selben Kloster ansässig wie sein Mitspieler/Kontrahent Dom Perignon. Offensichtlich ist aus beiden was geworden, Dom Perignon und Ruinart spielen in der höchsten Liga mit.
Nicolas Ruinart (der Neffe) musste aber noch einige Jahre warten, bis er mit dem Maison Ruinart durchstarten konnte, denn bis 1728 war es in Frankreich verboten, Wein in Flaschen zu transportieren. Jedoch gibt es natürlich keine Schaumweinfässer. Doch nun war die Zeit reif, die Rahmenbedingungen waren geschaffen und man konnte endlich loslegen mit der Schaumweinproduktion, welche noch viele folgende Generationen begeisterte. Über 200 Jahre lang hielt sich das Unternehmen im Familienbesitz, in den 1960er Jahren erfolgt dann die Übernahme durch den Luxuskonzern LVMH.

Ruinart Champagner: Unterirdische Schätze und irdische Freude

Mit den eigenen 40 Hektar Rebanbaufläche kann das Maison Ruinart seinen Bedarf bei Weitem nicht decken, sodass schon seit jeher Trauben anderer Weingüter zugekauft werden. Auch das Keltern und die Weinproduktion selbst finden in den Hallen nahe Reims statt. Doch ein Teil der Magie des Ruinart Champagners liegt tief verborgen unter der Erde. Genauer gesagt fast 40 Meter unter der Erde. In das Kreidegestein wurden die Reifekeller hineingearbeitet. Auf zwei „Etagen“ erstrecken sich die etwas mystisch wirkenden Kellerräume, in denen der Schaumwein vor sich hin sprudelt und seine Finesse entwickelt. Gut acht Kilometer sind die Gänge lang – da kann man sicherlich gut lustwandeln.
Das Schöne und das Gute spielen beim Ruinart Champagner nicht nur in der Flasche eine Rolle. Schon früh engagierte man sich im Maison Ruinart für Kunst, bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Ein tschechischer Künstler hat seinerzeit das erste Werbeplakat entwerfen. Dutzende Kunstwerke sind seitdem für und mit Ruinart Champagner entstanden, von klassischen Malereien über abstrakte Kunst, bis hin zu Fotowettbewerben, Installationen und upcycling-Kooperationen mit internationalen Größen. Das Maison Ruinart hat mehrere Kunstprojekte initiiert und fördert aufstrebende Talente der Gegenwartskunst. Man mag es hier einfach „Schön“.

Ruinart-Champagner

Bevor wir zu den Verkostungsnotizen kommen, hier einmal kurz erklärt, was mit den Trauben passiert, sobald sie in den Produktionshallen von Ruinart eingetroffen sind.

  1. Die Trauben werden sanft ausgepresst. Das Aroma soll möglichst vollständig erhalten bleiben.
  2. In Stahltanks wird bei niedriger Temperatur vergoren.
  3. Die Assemblage wird vom Kellermeister kreiert.
  4. Das Cuveé kommt in die ikonischen Flaschen und wandert in den Keller.
  5. Mindestens drei Jahre lagert der Champagner in den Kellern, die besonders hochwertigen Abfüllungen ruhen teils acht und neun Jahre.
  6. Es wird währenddessen täglich gerüttelt, bzw. gedreht.
  7. Zum Degrogieren geht es wieder an die Oberfläche, in die 2017 in Betrieb genommene Anlage.
  8. Dann wird verkorkt und das Label angebracht. Fertig ist der Luxus-Champagner.

Verkostnotizen zu einigen Highlights von Ruinart Champagner

Auch wenn mittlerweile viele Arbeitsschritte natürlich mechanisch, bzw. mit technischen Hilfsmitteln vonstattengehen, ist bei der Champagnerherstellung im Hause Ruinart noch viel Handarbeit im Einsatz. Einige der Spitzen-Cuveés werden ausschließlich per Hand gedreht, immer nur eine Viertel- oder Sechsteldrehung. Bei einem acht Kilometer langen Keller und Millionen von Flaschen in den Regalen kann man in etwa erahnen, was sich da für ein Arbeitsaufwand entwickelt. Doch natürlich ist es die Sache wert, denn der Ruinart Champagner schmeckt einfach vorzüglich:

  • Ruinart Champagner Brut: Chardonnay, Pinot Noir und Meunier bilden die Basis für den Verkaufsschlager schlechthin. Hier vereint sich Fruchtigkeit mit einem Hauch Mandeln, Haselnüssen sowie mit süßem Hefegebäck. Weichkäse oder auch Fisch und Meerestiere stehen dem Ruinart Brut gut zu Gesicht.
  • Ruinart Blanc de Blanches Champagner: Das Gelbe vom Ei vielleicht? Auf jeden Fall der „Hellste der Hellen“, quasi. Ein sortenreiner Chardonnay-Champagner mit bis zu 25 % Reserveweinen, der sich fruchtig und weich präsentiert. Bei Tisch gesellt er sich gerne zu Fischgerichten und Meerestieren, auch als sommerlicher Aperitif macht sich dieser Ruinart Champagner bestens.
  • Ruinart Rose Champagner: Halb Chardonnay, halb Pinot Noir, so lässt sich grob das Verhältnis der Weine für den Rosé Champagner beschreiben. Er gehört fast seit Firmengründung zum steten Sortiment und begeistert durch seine Fruchtigkeit. Als Pairing passt er gut zu rohem Schinken und leicht gegarten Fischgerichten, ebenso wie als Begleiter zu zartem Lamm.