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Weinbrand

Von allen Spirituosen genießen die aus Wein gebrannten noch immer ein ganz besonderes Renommée. Weinbrand war tatsächlich anno dazumal das erste hochprozentige Destillat, das nicht mehr nur aus medizinischen Gründen, sondern rein des Genusses wegen konsumiert wurde. Niederländische Seefahrer und Händler verbreiteten damals den Brandewijn (niederländisch für Weinbrand) in aller Welt. Wirklich steil entwickelte sich der Aufstieg des Weinbrands dann in jüngerer Geschichte, als zwei wesentliche Faktoren mit ins Spiel kamen: Herkunft und Alterung. Bis heute bestimmen sie Qualität und Preis.

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Weinbrand: Von der Rebe in die Brennblase

Der Name lässt nicht viel Spekulationen zu: Weinbrand wird aus Weintrauben hergestellt. Nicht anderes darf rein, auch kein Alkohol anderen Ursprungs wie Getreide-, Kartoffel- oder Obstdestillate. Weinbrand als solches gibt es schon seit vielen Jahrhunderten, wo doch Wein eines der ersten Getränke war, die man für die Destillation nutzte.

Weinbrand, Brandy, Cognac, Branntwein

Ja, irgendwie ist es ein wenig kompliziert. Dem „Branntwein“ hängt im deutschen Sprachgebrauch ein wenig die Historie nach, da unter diesem Namen lange Zeit Spirituosen aus Weindestillat bekannt waren. Und nicht jedem ist bewusst, dass sich in der jüngsten Vergangenheit die europäische Spirituosenverordnung geändert hat. Was einst noch als „Branntweinsteuer“ in Deutschland auf so ziemlich alle Spirituosen zutraf, regelt heute das Alkoholsteuergesetz und eben jene EG-Verordnung. Demnach kann Branntwein als Oberkategorie verstanden werden, worunter auch Brandy, Weinbrand und Cognac fallen.
Weinbrand selbst ist definiert als eine Spirituose, die aus Branntwein und Weindestillat hergestellt wird. In der Regel muss Weinbrand 36 Volumenprozente Alkohol besitzen, trägt das Flaschenetikett die Bezeichnung „deutscher Weinbrand“ sind 38 Volumenprozente Alkohol erforderlich. Auch ist für Weinbrand eine Reifezeit festgelegt. So muss das Traubendestillat mindestens sechs Monate in Eichenholzfässern von weniger als 1000l Volumen reifen. Werden noch größere Fässer verwendet, verdoppelt sich die Reifezeit. Auf Brandy treffen diese Mindeststandards ebenfalls zu. Steht jedoch das Wort Cognac auf dem Etikett, dann muss der Brandy-Weinbrand auch tatsächlich aus den zulässigen Gebieten Cognacs stammen und unterliegt einer längeren Reifezeit.

Der Urvater des Deutschen Weinbrands

Mit Weinbrand assoziiert man in Deutschland vor allem zwei Marken: Asbach und Chantré. Und es war jener Hugo Asbach, der auch den Begriff „Deutscher Weinbrand“ als solches etablierte. Als erfahrener Destillateur und Kaufmann im Spirituosenbusiness vertiefte Hugo Asbach sein Wissen in Frankreich und kehrte mit dem Bestreben zurück, deutschen Weinbrand der Qualität eines Cognacs zu erschaffen. So gründete er 1892 das Unternehmen Asbach & Co. und begann seinen Weinbrand-Siegeszug. Es ging so weit, dass der Begriff „Asbach Uralt“ sogar in anderen Kontexten verwendet wurde (beispielsweise „Der Film XYZ ist doch schon Asbach Uralt.“). Etabliert hat sich der Weinbrand also nicht nur bei Genusstrinkern, sondern auch fest im deutschen Sprachgebrauch. Wobei dieser Trend in den vergangenen Jahren abgenommen hat. Sicherlich hat dies auch damit zu tun, dass der klassische Weinbrand-Trinker eher mittleren Alters ist, wohingegen die sprachprägenden Jugendlichen und Jungerwachsenen sich eher Gins und Rums zugehörig fühlen.

Zurück zu Asbach: Die Traditionsbrennerei liegt in Rüdesheim am Rhein, einem wunderschönen Fleckchen Erde, wo der Weinbau wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. Die Region ist geprägt durch die rheinische Frohnatur, durch die herrliche Landschaft aus Weinterrassen und Flussläufen und durch eben jene sehr guten Weine. Also beste Voraussetzungen, um auch erlesenen Weinbrand herzustellen. Bei Asbach nimmt man sich die Zeit, zweifach zu destillieren. Dies ist für Weinbrand nicht zwingend vorgeschrieben, jedoch natürlich ein deutliches Qualitätsmerkmal. Denn nur so erhält man den Feinbrand, der voller Aromen und geschmacksgebenden Komponenten ist. Anschließend geht es von Rüdesheim am Rhein rüber in den Schwarzwald. Hier befinden sich die großen Lagerhallen des Unternehmens, in denen sich hunderte Fässer aus französischer Limousin-Eiche mit dem edlen Weindestillat aneinander reihen. Vor der Flaschenabfüllung reifen die einzelnen Destillate noch einmal zusammen in einem großen Fass aus deutscher Eiche bis zur Vollendung. Als eine der wenigsten Destillerien in Deutschland beschäftigt Asbach seinen eigenen Küfer, der sich um die Vorbereitung und Instandhaltung der vielen Fässer kümmert.
1953 jedoch bekam Asbach Konkurrenz: Das über Generationen stark gewachsene Familienunternehmen Eckes brachte den Chantré auf den Markt. Der Weinbrand überzeugte sofort durch seine Milde und avancierte schnell zum innerdeutschen Marktführer. So wurden beispielsweise 1993 gut 30 Millionen Flaschen Chantré verkauft – ein Rekord bis dato.

Weinbrand: ein Klassiker der alten Schule

Vielleicht schwebt bei einigen die Vorstellung im Kopf, ein Gläschen Weinbrand kommt bei Oma und Opa nach dem Kaffee und Kuchen auf den Tisch. Doch ein abgerundeter Weinbrand macht sich auch ideal als Digestif oder als Beigabe zu Kaffee- oder Cocktailkreationen. Zuallererst sollte man seinen Weinbrand jedoch pur genießen. Hier ein kleiner Einblick in unser Sortiment:

  • Asbach 8 YO Privatbrand: Tatsächlich wurde der acht Jahre gereifte Weinbrand einst für den Eigenverbrauch geschaffen. Aber ein so gutes Produkt konnte man der Öffentlichkeit nicht vorenthalten, sodass er marktfähig gemacht wurde. Ein Glück für den Genießer. Diesen erwartet ein kräftiger Weinbrand voll dunkler Fruchtnoten und Schokolade.
  • Asbach 15 YO Spezialbrand: Fast doppelt so lange wie der 8-Jährige durfte sich dieser Weinbrand Zeit nehmen. Das Ergebnis sind harmonische Nuancen aus hellen Früchten wie Apfel und Zitrone, etwas Kirsche, jede Menge Holz und einem kleinen Hauch Vanille.  
  • Reisetbauer Grüner Veltiner Smaragd Weinbrand: Ein Porsche unter den Weinbränden. Diese exklusive, sortenreine Abfüllung reifte elf Jahre lang, bevor es in die schlanke Falsche ging. Als Rohstoff dienen die Trauben vom Weingut von Wolfgang Bäuerl, dessen Anbaugebiet für den Grünen Veltiner bestimmt ist durch die mineralhaltigen Böden. Dieser Hauch von Mineralien konnte sogar im Destillat aufgefangen werden. Dominierend jedoch sind fruchtige Noten, Holznuancen und in versteckter Hauch Kokos.